Auf den Spuren von Wichteline Linnea – 21 Kinder erleben einen besonderen Naturvormittag

Mit geheimnisvollen Naturzeichen, versteckten Botschaften, selbst gestalteten Glückssteinen und kleinen Rindenbooten sorgte die Vogel- und Naturschutzgruppe Bleichenbach e.V. beim TSG-Sommercamp für einen abwechslungsreichen Ferienvormittag. Und schon jetzt gibt es eine Anfrage für eine Fortsetzung im kommenden Jahr.

Ein Naturabenteuer an der Eselsbrücke

Am Freitag, 7. August 2026, wurde es rund um die Eselsbrücke in Bleichenbach ein wenig geheimnisvoll.

Im Rahmen des Sommercamps der TSG 1864 Bleichenbach gestaltete die Vogel- und Naturschutzgruppe Bleichenbach e.V. den Ferienvormittag „Auf den Spuren von Wichteline Linnea“.

Insgesamt 21 Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren machten sich gemeinsam auf eine spielerische Entdeckungsreise durch die Natur.

Dabei wurde nicht nur aufmerksam zugehört. Es wurde gesucht, entdeckt, gemeinsam gerätselt, gemalt, gebaut und ausprobiert.

Die Idee und das Konzept für den Naturvormittag hatte Kai Dönges von der Vogel- und Naturschutzgruppe Bleichenbach e.V. entwickelt und gemeinsam mit weiteren Helfern des Vereins vorbereitet und durchgeführt.

Wer ist Wichteline Linnea?

Zum Auftakt versammelten sich die Kinder und lernten zunächst die Geschichte von Wichteline Linnea, der Storchfreundin, kennen.

Der Erzählung nach lebt Linnea am Bach bei der alten Brücke. Dort fühlt sie sich zwischen Wasser, Wiesen, Bäumen und Tieren zuhause. Ganz in der Nähe befindet sich das Storchennest von Storch Sigi und seiner Frau.

Linnea kennt die Natur rund um den Bach ganz genau. Ihr besonderer Glücksstein ist weiß oder hellblau und trägt als Zeichen eine Feder oder einen Storchenschnabel.

Doch an diesem Morgen hatte Linnea für die jungen Naturentdecker einige geheimnisvolle Aufgaben vorbereitet.

Sechs versteckte Steine und das erste Lösungswort

Rund um die Eselsbrücke waren zunächst sechs Kieselsteine versteckt.

Auf den Vorderseiten befanden sich unterschiedliche Naturzeichen – darunter beispielsweise eine Vogelfeder, ein Wassersymbol und ein Baumsymbol. Auf der Rückseite jedes Steines verbarg sich jeweils ein Buchstabe.

Mit großer Begeisterung machten sich die Kinder auf die Suche. Nachdem alle sechs Steine gefunden waren, begann das gemeinsame Rätseln: In welcher Reihenfolge müssen die Buchstaben angeordnet werden?

Die Kinder probierten aus, tauschten sich untereinander aus und fanden schließlich gemeinsam die Lösung.

Aus den sechs Buchstaben entstand das Wort:

FREUND

Doch damit war Linneas geheime Botschaft noch nicht vollständig entschlüsselt.

Zwölf Federn führen zur nächsten Botschaft

Nun wartete eine zweite Aufgabe.

Im Gelände waren zwölf Federn versteckt. An jeder einzelnen Feder hing ein kleiner Zettel mit einem Buchstaben.

Also ging die Suche weiter.

Wieder waren Aufmerksamkeit, Entdeckergeist und vor allem Teamarbeit gefragt. Nach und nach wurden die Federn entdeckt und zusammengetragen.

Als schließlich alle zwölf Buchstaben vor den Kindern lagen, begann das gemeinsame Rätseln erneut. Buchstaben wurden hin- und hergeschoben, Ideen ausgetauscht und verschiedene Möglichkeiten ausprobiert.

Bis schließlich Linneas zweite Botschaft vor ihnen lag:

FREUNDSCHAFT

Damit war zugleich eines der wichtigsten Themen des gesamten Vormittags gefunden.

Denn nicht nur die Geschichte von Linnea und Storch Sigi erzählt von Freundschaft. Auch beim gemeinsamen Suchen, Rätseln, Helfen und Bauen konnten die Kinder erleben, dass vieles gemeinsam besser gelingt.

Aus Kieselsteinen werden persönliche Glückssteine

Nach der erfolgreichen Spurensuche wurde es kreativ.

Die Kinder durften sich flache Kieselsteine aussuchen und diese mit Acrylfarben bzw. Acrylstiften bemalen.

In Anlehnung an Linneas eigenen Glücksstein entstanden daraus die ganz persönlichen Glückssteine der Kinder.

Federn, Wasserzeichen, Naturmotive, kleine Symbole und viele eigene Ideen sorgten dafür, dass am Ende kein Stein dem anderen glich.

So entstanden 21 kleine Unikate – und gleichzeitig ganz persönliche Erinnerungsstücke an den gemeinsamen Naturvormittag.

Von der Baumrinde zum eigenen Naturboot

Ein weiterer Höhepunkt wartete anschließend auf die Kinder: der Bau eines eigenen Rindenbootes.

Als Grundlage dienten vorbereitete Stücke Baumrinde. Zusammen mit kleinen Ästen und weiteren Naturmaterialien verwandelten sich diese nach und nach in fantasievolle kleine Wasserfahrzeuge.

Dabei gab es bewusst keine perfekte Vorlage, die einfach nachgebaut werden musste.

Die Kinder konnten selbst überlegen, gestalten, experimentieren und ausprobieren:

Wo kommt der Mast hin? Was eignet sich als Segel? Wie lässt sich das Boot gestalten? Und natürlich die wichtigste Frage:

Wird mein Boot auch schwimmen?

Gerade diese Mischung aus Kreativität, handwerklichem Geschick und eigenem Ausprobieren sorgte für große Begeisterung.

Natur nicht nur erklären, sondern erleben

Für die Vogel- und Naturschutzgruppe Bleichenbach e.V. stand bei dem Ferienangebot neben dem Spaß ein wichtiger Gedanke im Mittelpunkt:

Kinder sollen Natur nicht nur erklärt bekommen – sie sollen sie selbst entdecken und erleben.

Der respektvolle Umgang mit Pflanzen, Tieren und dem Lebensraum rund um den Bach wurde deshalb nicht als Unterricht vermittelt, sondern ganz selbstverständlich in die verschiedenen Aktivitäten eingebunden.

Die Kinder konnten beobachten, suchen, Naturmaterialien entdecken und daraus eigene Dinge entstehen lassen.

Der Vormittag zeigte dabei, wie wenig es manchmal für ein spannendes Ferienerlebnis braucht: einen Bach, Baumrinde, Kieselsteine, Federn, einige Äste, ein wenig Fantasie – und vor allem viele neugierige Kinder.

Für einige Stunden standen nicht Bildschirm oder Technik im Mittelpunkt, sondern Entdecken, Rätseln, Gestalten, Bauen und gemeinsames Erleben.

Glücksstein, Rindenboot und Urkunde für jedes Kind

Am Ende des Vormittags durften die Kinder natürlich auch etwas von ihrem Abenteuer mit nach Hause nehmen.

Sowohl der selbst bemalte Glücksstein als auch das eigene Rindenboot gehörten ihnen und sollten noch lange an den Vormittag mit Wichteline Linnea erinnern.

Doch eine Überraschung wartete noch.

Zum Abschluss erhielt jedes der 21 Kinder bei einer kleinen feierlichen Übergabe eine eigene Urkunde für die erfolgreiche Teilnahme am Naturabenteuer.

Wie stolz die jungen Naturentdecker auf das gemeinsam Erlebte und ihre Auszeichnung waren, zeigte sich spätestens beim abschließenden Gruppenfoto.

Mit ihren Urkunden in den Händen präsentierten sich die Kinder gemeinsam der Kamera und ließen damit einen abwechslungsreichen und erlebnisreichen Vormittag ausklingen.

Stolze Kinder beim überreichen der Urkunden

21 begeisterte junge Naturentdecker

Für die Vogel- und Naturschutzgruppe war besonders schön zu erleben, mit welcher Begeisterung alle 21 Kinder bei den unterschiedlichen Aktionen mitmachten.

Sie hörten Linneas Geschichte aufmerksam zu, suchten konzentriert nach den versteckten Naturzeichen und Federn, entschlüsselten gemeinsam die beiden Lösungswörter, gestalteten ihre Glückssteine und bauten mit viel Fantasie ihre eigenen Rindenboote.

Gerade die Mischung aus Geschichte, Bewegung, Teamarbeit, Rätseln und kreativem Arbeiten erwies sich für die Altersgruppe von sieben bis zwölf Jahren als gelungen.

Aus einer zunächst kleinen Idee entwickelte sich so ein kompletter Naturerlebnis-Vormittag, bei dem die Kinder selbst aktiv werden und gleichzeitig ihre unmittelbare Umgebung aus einer etwas anderen Perspektive kennenlernen konnten.

Die TSG fragt bereits für 2027 an

Dass „Auf den Spuren von Wichteline Linnea“ gut angekommen ist, zeigte sich nicht nur an der Begeisterung der Kinder.

Bereits im Anschluss kam von der TSG 1864 Bleichenbach die Anfrage, ob Kai Dönges auch für das Sommercamp im Jahr 2027 wieder ein Naturangebot dieser Art entwickeln, organisieren und gemeinsam mit der Vogel- und Naturschutzgruppe Bleichenbach e.V. durchführen möchte.

Nach dem erfolgreichen ersten Naturabenteuer gibt es damit bereits gute Aussichten auf eine Fortsetzung.

Dabei soll es nicht einfach eine Wiederholung des diesjährigen Programms werden.

Die Welt rund um Wichteline Linnea, Storch Sigi, die Eselsbrücke und den Bleichenbach bietet noch viele Möglichkeiten für neue Geschichten, Rätsel, Teamaufgaben und Naturerlebnisse.

Welche Spuren Linnea im kommenden Sommer hinterlassen könnte, welche geheimnisvolle Botschaft dann auf die Kinder wartet oder ob vielleicht Storch Sigi eine ganz besondere Aufgabe für die jungen Naturentdecker bereithält, wird natürlich noch nicht verraten.

Eines steht nach diesem gelungenen Vormittag jedoch fest:

Wichteline Linneas erstes Naturabenteuer in Bleichenbach war sicherlich nicht ihr letztes.

Ein herzliches Dankeschön

Die Vogel- und Naturschutzgruppe Bleichenbach e.V. bedankt sich bei allen 21 Kindern für ihre großartige Begeisterung, ihre Neugier und ihren Entdeckergeist.

Ein Dank gilt ebenso der TSG 1864 Bleichenbach für die Zusammenarbeit und die Möglichkeit, den Kindern im Rahmen des Sommercamps die Natur rund um Bleichenbach auf diese besondere Weise näherzubringen.

Nicht zuletzt gilt ein herzliches Dankeschön allen Helferinnen und Helfern der Vogel- und Naturschutzgruppe, die bei Vorbereitung, Aufbau, Betreuung und Durchführung unterstützt und damit zum Gelingen dieses besonderen Vormittags beigetragen haben.

Und vielleicht ist es ganz passend, dass ausgerechnet das Wort, das die Kinder gemeinsam aus Linneas zwölf versteckten Federn entschlüsselt haben, auch die wichtigste Botschaft dieses Vormittags enthält:

FREUNDSCHAFT

Denn genau das konnten die Kinder an diesem Vormittag beim gemeinsamen Suchen, Rätseln, Helfen, Gestalten und Bauen erleben:

Freundschaft entsteht gemeinsam.


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